Studienarbeit / HiWi-Stelle

Titel:

Dipollokalisation bei Epilepsiepatienten

Hintergrund:

Die Lokalisation der Quellen bioelektrischer Signale ist von wachsender Bedeutung in den Gebieten Kardiologie, Neurologie und Neurochirurgie. Im Bereich der Neurologie ist das Elektroenzephalogramm (EEG) das Mittel der Wahl um Informationen über pathologische Hirnaktivität zu erhalten.

Gegenüber dem reinen EEG besitzt die modellbasierte Analyse der Daten eine wesentlich höhere Aussagekraft. Ziel hierbei ist, durch Simulation, aus den Meßdaten die zugrundeliegende Hirnaktivität, d. h. die Position und Stärke der Stromquellen, zu rekonstruieren.

Im Fall fokaler Epilepsie existiert im Gehirn ein Zentrum, welches für die epileptischen Anfälle verantwortlich ist. Dieses läßt sich als einzelner Dipol modellieren. Ziel ist es die Position dieses Dipols möglichst gut zu bestimmen, damit dieser operativ entfernt werden kann.

   
Potentialverteilung im Kopf     Lokalisierter epileptischer Fokus

Aufgabe:

Ziel der Studienarbeit ist es, aufbauend auf einem vorhandenen Programm, ein Verfahren zur Dipollokalisation zu implementieren und zu testen. Das Kern des Problems läßt sich als Minimierungsaufgabe formulieren. Diese soll mit dem sog. Downhill Simplex Verfahren gelöst werden. Zum Testen des Programms stehen mehrere EEG-Meßreihen, sowie ein 3D-Kopfmodell eines echten Patienten zur Verfügung.

Voraussetzungen:

  • Kenntnisse der Programmiersprache C (evtl. auch C++ oder FORTRAN77)
  • Spaß am Programmieren und Testen
  • Geringe Grundkenntnisse in numerischer Mathematik
  • Contact:

    Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Marcus Mohr


    Marcus Mohr
    Last modified: Fri Jun 15 10:28:10 CEST 2001