Friedrich-Alexander-Universität Univis FAU-Logo
Techn. Fakultät Willkommen am Institut für Informatik FAU-Logo
Logo LSS
Lehrstuhl für Systemsimulation (Informatik 10)
FreeWiHR
Beteiligte
Beschreibung
Förderung
Rechner-Plattformen
Beispielvideos
Department Informatik  >  Informatik 10  >  Forschung  >  Projekte  >  FreeWiHR

FreeWiHR

Lattice-Boltzmann-Methoden mit freien Oberflächen und deren Anwendung in der Werkstofftechnologie

Beteiligte

WTM LSS
Lehrstuhl Werkstoffkunde und Technologie der Metalle Lehrstuhl für Informatik 10 (Systemsimulation)

Beschreibung

Die erfolgreiche Herstellung neuer Materialien setzt in den meisten Fällen die Beherrschung sehr komplexer technologischer Prozesse voraus. Ein besonders hilfreiches Mittel bildet hierbei die numerische Simulation. Sie dient sowohl zum Studium der Prozesskontrolle, als auch zur Erhöhung des Prozessverständnisses. Dabei gewinnt in den letzten Jahren die Methode der Zellularen Automaten (ZA) zunehmend an Bedeutung. Zellulare Automaten stellen eine ideale Methode dar, um physikalische Phänomene zu modellieren, die bei der Herstellung von Werkstoffen auftreten. Dazu zählen die Ausbildung von Kornstrukturen oder von Dendriten bei einer Erstarrung. Spezialformen der ZA, wie die Lattice Gas oder Lattice Boltzmann Methode (LBM) eignen sich in hervorragender Weise zur Modellierung von Prozessen, bei denen Strömungen in komplexen, veränderlichen Geometrien auftreten. Dies sind nun genau die Situationen, die bei der Herstellung von Metallschaum oder von Verbundwerkstoffen durch Infiltration von Faser- oder Pulverpreforms auftreten. Zur Modellierung müssen sowohl beim Schaum als auch bei den Verbundwerkstoffen freie Oberflächen beschrieben werden. Für die Beschreibung freier Oberflächen im Rahmen der LBM in zwei Raumdimensionen wurde in den letzten drei Jahren am Lehrstuhl WTM erfolgreich ein Algorithmus entwickelt und implementiert.

Diese erfolgversprechenden Ansätze sollen als Grundlage einer optimierten, auf drei Raumdimensionen erweiterten Modellierung übertragen werden. Allerdings führt die Erweiterung auf drei Raumdimensionen auf einen um den Faktor 1000 - 10000 höheren Rechenaufwand, der nur mit Hilfe von Höchstleistungsrechnern in realistischen Zeiten zu bewältigen ist.

Ziel des geplanten Projektes ist es daher, in einem Verbund der Lehrstühle Werkstoffkunde und Technologie der Metalle (WTM) und Informatik 10 (LSS) die Übertragung des Modells auf den HLR herzustellen.

Am Lehrstuhl WTM soll dabei der Schwerpunkt auf der Entwicklung numerischer 3D Verfahren für die Modellierung von komplexen dreidimensionalen Problemen mit freien Oberflächen auf der Grundlage der LBM liegen.

Am LSS sollen Datenstrukturen untersucht und entwickelt werden, die zum einen an die komplizierten physikalischen Strukturen, z. B. Hohlräume in Metallschäumen, angepasst sind und zum anderen die vorgegebene Hardware optimal ausnutzen (verschiedene Kommunikationsarten, Lastbalancierung, Cache-Hierarchien).

Förderung

In Teil der Projektkosten wird vom Kompetenznetzwerk für Technisch-Wissenschaftliches Hoch- und Höchstleistungsrechnen in Bayern (KONWIHR) getragen.

Rechner-Plattformen

Beispielvideos

Alle Visualisierungen entstanden im Rahmen der derzeit laufenden Diplomarbeit von Herrn Nils Thürey. Die Videos wurden mit einem von ihm implementierten Raytracer erstellt.

(MPEG4) (MPEG1) Brechender Staudamm
(MPEG1) Brechender Staudamm (neuere Version)
(MPEG4) (MPEG1) Fallender Tropfen ohne Oberflächenspannung
(MPEG4) (MPEG1) Fallender Tropfen mit mittlerer Oberflächenspannung
(MPEG4) (MPEG1) Fallender Tropfen mit hoher Oberflächenspannung
(MPEG4) (MPEG1) Wassertank mit aufsteigenden Blasen
  Impressum Stand: 24.01.2012 09:43   tp